werde nicht eine Stunde früher ſterben, weil ich darauf vorbereitet bin.“
Er ſagte das freundlich und ruhig, ruhiger als ich jetzt dieſe Worte niederſchreiben kann, und ich horchte— horchte.
„Phineas!“
Ich fühlte den warmen Druck ſeiner Hand auf meiner Schulter, dieſer Hand, welche mich wie die eines Bruders mein ganzes Leben lang geleitet hatte.
„Phineas! wir haben uns ſeit vierzig Jahren gekannt. Iſt unſere Liebe und unſer Glaube ſo ſchwach, daß Einer von uns für ſich oder für ſeinen Bruder den Tod fürchten müßte?“
„Phineas!“ und das zweite Mal, daß er mich anredete, lag ein leiſer Vorwurf in ſeinem Tone; „kein Anderer als Du weiß dies. Ich ſehe, ich hatte vollkommen Recht, es Dir vorzuenthalten. Ich wollte, ich hätte Dir das Alles nicht geſagt.“
Da ſtand ich auf.
Nach meinem dringenden Bitten theilte er mir die ganze und volle Wahrheit mit. Sie war, wie dies in den meiſten Fällen iſt, vollkommen gekannt wenigeér furchtbar. Die Krankheit hatte ihm bis jetzt wenig Leiden gebracht, die Anfälle waren kurz


