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politiſchen Gründen meine Zuflucht nähme. Aber ich muß es nun wohl thun. Ich habe zwei Briefe aus Tiflis erhalten, den einen vor ungefähr vier Wochen, den andern geſtern. In dem erſten fragte mich ein hochgeſtellter Offizier— ich darf Dirtden Namen nicht nennen, da die Angelegenheit als eine vertrauliche be⸗ handelt werden ſoll— ich ſage, in dem erſten fragte man an, weshalb die Verbindung zwiſchen Dir und Daniel Garika ſich verzögere, da man doch wiſſe, daß er Dich liebe und daß Du ihm geneigt ſeieſt.“
„Das ſchrieb man?“ fragte Sophia haſtig.„Iſt das wahr?“
„Sophia, auf mein Wort!“ erwiderte Michael. „Ich antwortete darauf, daß, ſoviel ich wiſſe, eine Er⸗ klärung zwiſchen Euch beiden nicht ſtattgefunden habe, daß ich für meinen Theil aber Eure Verbindung wünſche. In dem geſtrigen Briefe, der in weit beſtimmtern Aus⸗ drücken abgefaßt iſt, ſpricht derſelbe hochgeſtellte Offizier ſein Erſtaunen aus, daß immer noch nichts in dieſer Angelegenheit erfolgt ſei. Ich will Dir die betreffende kurze Stelle ſelbſt vorleſen, Sophia!“
Und er zog einen Brief aus einem kleinen Fach des Schreibtiſches, ſuchte und las:
„Die Angelegenheit iſt von Wichtigkeit, mein lieber Graf. Der Krieg nimmt eine drohende Geſtalt


