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„Nun, es mag ſein!“ erwiderte Sophia mit einem leichten Lächeln, das nicht ohne Beimiſchung von Spott war.„Aber ich vermuthe, Du hatteſt noch andere Gründe, mich rufen zu laſſen.“
„Ja, Sophia, allerdings. Es iſt eine Angelegenheit von— Wichtigkeit, eine unangenehme Angelegenheit — ich weiß eigentlich nicht, wie Daniel dazu kommt, mich damit zu beauftragen. Er kennt Dich doch und weiß, daß Du Dir keine Vorſchriften machen läßt!“
„Ich verſtehe Dich nicht!“ ſagte Sophia aufmerkſam. „Handelt es ſich um Daniel Garika?“
„Nun ja“, antwortete Michael.„Er war heute hier, ſo eben, und ſprach mit mir. Sophia“, fügte er dann hinzu, ſich ſammelnd,„ich habe ein ernſtes Wort mit Dir zu ſprechen.“
„Sprich nur, Michael, ich bin bereit zu hören“, ſagte Sophia mit der größten Ruhe.
„Du weißt“, begann der Bruder,„daß Daniel Dich liebt. Wenigſtens behauptet er, es Dir nicht nur auf alle Weiſe gezeigt, ſondern auch in klaren Worten geſagt zu haben. Er fügt hinzu, daß er, wie es ſich von ſelbſt verſtehe, um Deine Hand gebeten, daß Du ihn aber mit ausweichenden Worten hingehalten. Heute nun bat er mich, Dir zu ſagen, daß er wünſche, eine beſtimmte Erklärung von Dir zu erhalten.“


