Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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die ausgeſchickten Spione am Abend, daß er ſich in einem hochgelegenen Dorfe jenſeits der Schlucht verbor⸗ gen halte und daß ſich ſeine Schaar um ungefähr zwan⸗ zig Reiter verſtärkt habe.

So verließen denn die Reiſenden om folgenden Morgen die Burg, inmitten eines ſtattlichen Zugs von zweihundert gut bewaffneten Kurden, die von Tanlik⸗Aga und ſeinem Sohne geführt wurden. Der Abſchied, den Wiedenburg von der Schwäbin nahm, war ernſt. Die Frau ſchien zu fühlen, daß dieſe erſte Erinnerung an ihr Vaterland wohl auch die letzte ſein werde. Wiedenburg hatte ihr ſeinen Namen und ſeinen Wohnort auf ein Blatt Pergament geſchrieben.

Ich ſende Euch vielleicht einmal meinen Sohn, ſagte ſie.Weshalb ſoll er nicht die Welt ſehen? Es kann ihm und denen Nutzen bringen, die er einſt beherr⸗ ſchen wird. Ihr werdet ihn gütig aufnehmen?

Edmund drückte ihr mit dem wärmſten Verſprechen die Hand und ſchwang ſich auf ſein Roß. Der Zug be⸗ wegte ſich den Abhang hinunter durch das Dorf. Als Wiedenburg noch einmal zurückblickte, ſah er die Schwä⸗ bin einſam an einem Fenſter. Sie ſtreckte zum letzten Gruße den Arm aus und trat dann zurück.

Der Zug bewegte ſich in der Art, daß einzelne Kur den gleichſam als Wachen auf beiden Seiten ritten und