211
„Noch bleibt Dir Zeit genug, zu beobachten und zu prüfen“ fuhr der Engländer dann fort.„Von Sinope aus können wir Erkundigungen einziehen. Vor dem Früh- jahr wird der Kampf von keiner Seite aufgenommen werden. Bis dahin muß die Situation ſich geklärt haben. Dürfen die Türken auf den Beiſtand Englands und Frankreichs, und, was für Deine Zwecke vielleicht noch wichtiger iſt, auf den Beiſtand Schamhl's rechnen, ſo ſcheint mir das Gelingen Deines Plans möglich, wenn auch nicht geſichert. Jetzt, meine theuren Freunde, laßt uns ruhen, damit wir uns morgen mit friſchen Kräften erheben. Noch ſind die Tage der Gefahr nicht vorüber; unſere Gedanken müſſen ſich mit dem Nächſtliegenden beſchäftigen. Sicher und vollkommen ruhig werden wir erſt in Sinope ſein!“
Die Männer trennten ſich in ernſter Stimmung. George ging mit Mr. Hywell, Edmund mit ſeinem Ver⸗ wandten Sie mochten wohl in ihren Zimmern noch lange wachen und überlegen. Aber am nächſten Morgen waren ſie bereits wieder verſammelt bei dem Gebet, ſich grüßend mit freudigen Mienen. Nur Mary war ſehr bleich, und es ruhte ein eigenthümlicher Ansdruck ihrem Geſicht, der nicht nur ihren Vater, ſondern auch George und Edmund zwang, ſie oft und beſorgt anzu⸗ blicken. Sie zitterte zuweilen, wie von einem Schauer 14*


