erſt vor kurzem, und hätte die Weiſung hinterlaſſen, Früchte, Gebäck und Liqueure nach dem Springbrunnen zu bringen.
Daniel ging haſtig nach dem Park, das Herz klopfte ihm vor Eiferſucht. Dann aber ſiegte ſein Stolz; er mäßigte ſeine Schritte und ging langſam nach dem Theile des Parks, in welchem ſich der Springbrunnen befand.
Der Park von Dari war wie derjenige von Ga⸗ rika nur ein gelichteter Wald, aber eben deshalb um ſo ſchöner; die Kunſt hätte hier nur verderben können. Blutrothe Buchenblätter bedeckten den Boden und dämpf⸗ ten die Tritte Daniel's. Ranken von wildem Wein, Epheu und Winden verbanden wie Guirlanden und durch⸗ brochene Teppiche die ſtarken Eichen und Buchen, die ſchlankſtämmigen Lorbeer und die Myrten⸗ und Roſen⸗ gebüſche.
Durch dieſen zauberiſchen Garten ſchritt Daniel da— hin, bis er das Rauſchen des Springbrunnens und ein helles Lachen hörte. Es kam ihm der Gedanke, zu hö⸗ ren, was Sophia mit dem Major ſpreche. Die Eifer ſucht iſt ſtets mißtrauiſch, ja ſie entſteht nur aus dem Mißtrauen. Langſam und leiſe näherte ſich Daniel dem Springbrunnen, und durch die bunten Blätter hindurch ſah er Sophia auf einer Bank in der Nähe eines höl⸗ zernen Pavillons ſitzen. Der Major ſtand vor ihr.


