Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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Flußthal mit ſeinen Weinbergen jenſeits des Fluſſes und die ſchönen Wälder im Süden und Weſten. Es mag einſt ſehr feſt geweſen ſein; die Außenmauern ſind aber längſt geſchleift, und einige im modernſten ruſſi⸗ ſchen Geſchmack errichtete Pavillons und Nebenhäuſer zeigen deutlich, daß hier eine neue Civiliſation unter den Fittigen des ruſſiſchen Adlers eingezogen.

Es war in den erſten Tagen des December, und die Wälder prangten noch in ihrem glühendſten herbſt⸗ lichen Schmuck, als ein junger Reiter Schloß Garika verließ und den ſanften Abhang hinabritt, der ſich ſüd⸗ lich vom Schloſſe nach den Wäldern hinzieht und mit den herrlichſten Baumgruppen bedeckt iſt. Er ritt ein prächtiges Pferd von echter Raſſe und trug die Uniform eines ruſſiſchen Milizoffiziers, jedoch nicht nur mit dem Abzeichen eines höhern Ranges, ſondern auch mit eini⸗ gen ſeibſterfundenen maleriſchen Verzierungen, wie der Orientale ſie liebt und die ruſſiſchen Generale ſie gern geſtatten, da Glanz und Schmuck des Offiziers dazu bei⸗ tragen, ſein Anſehen bei den eingeborenen Truppen zu erhöhen.

Es war ein ſchöner junger Mann, noch nicht drei⸗ ßig Jahre alt, mit vollem, ſchwarzem Schnurrbart und von mehr ſchlanker als kräftiger Geſtalt. Das etwas blaſſe, aber noch jugendlich friſche Geſicht zeigte einen