II. Ein kolchiſches Paradies.
Im Süden des Kaukaſus, in einer dem ruſſiſchen Scepter unterworfenen Provinz, liegt Schloß und Stadt Garika“), einſt die Hauptſtadt eines Königreichs gleichen Namens. Die unbedeutenden Häuſer der Stadt ziehen ſich am Fuße eines Felſens längs eines kleinen Fluſſes hin, der den im Orient häufig wiederkehrenden Namen Karaſſu(Schwarzwaſſer) führt und der nur im Winter reißend, im Sommer aber gewöhnlich ſo ſeicht iſt, daß man ihn durchwaten kann. Hoch auf dem Felſen, der ſteil nach dem Fluſſe abfällt, liegt Schloß oder Burg Garika, mit einer entzückenden Rundſicht auf die ſchnee⸗ bedeckten Gipfel des Kaukaſus im Norden, das herrliche
*) Unſerer Erzählung liegen, außer den allgemeinen hiſtoriſchen, noch einige andere wirkliche Ereigniſſe zu Grunde. Wir erwähnen dies mit dem Bemerken, daß nicht nur die Namen der betreffenden Perſonen, ſondern auch die Ereigniſſe ſelbſt nach eigener und freier Erfindung geändert und dem Plane zu dieſer Erzählung angepaßt wor⸗ den find. D. V.


