nun, ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß man ihnen zu Hülfe eilt, denn Rußland ſoll nicht triumphiren, es ſoll gedemüthigt werden und anerkennen, daß es nicht wohl⸗ gethan iſt, gegen Frankreichs und Englands Willen zu handeln. Ein Kampf auf Leben und Tod wird es nicht werden; die Franzoſen und Engländer werden, ſobald Rußland eine Schlappe erlitten, den Frieden vermitteln. Denn an einer wahren Kräftigung und Stärkung der Türkei liegt den Weſtmächten ſehr wenig; ſie verlören ja dann eine vortreffliche Gelegenheit, ſich in die orien⸗ taliſchen Angelegenheiten einzumiſchen. Frankreich wird die Ruſſen heimſenden, bis es vielleicht einſt mit ihnen gemeinſchaftlich über die Türkei herfällt. Und die Berg- völter? Sie werden allerdings die Gelegenheit benutzen, den Ruſſen einige Niederlagen beizubringen. Aber ſchließlich fürchten ſie die türkiſche Oberherrſchaft eben⸗ ſo ſehr wie die ruſſiſche; ſie werden auf eigene Hand operiren und ſchon deshalb wenig erreichen. Ich kann mich irren, aber ich glaube, dieſer Krieg wird im Sande verlaufen. Selbſt Rußland iſt vielleicht jetzt ſchon unzu⸗ frieden damit, ihn begonnen zu haben.“
„Glauben Sie nicht, daß Georgien, Mingrelien, überhaupt die kaukaſiſchen Länder die Gelegenheit be⸗ nutzen werden, um die ruſſiſche Herrſchaft abzuſchütteln fragte George.
Mützelburg Der Held von Garika. I. 8


