um die Billigung eines Plans bitten, den ich entworfen. Was ſoll ich nun thun? Ich ginge gern überallhin, wo ich hoffen könnte, ihn zu finden! Und wüßte ich, daß eine Gefahr ihm drohte— Doch alles Ueberlegen iſt vergeblich! Wie ſteht es auf dem Kriegsſchauplatze in Armenien? Sind die Türken vorgegangen?“
„Ja, aber ich glaube nicht, daß ſie weit kommen werden“, antwortete der Deutſche.„Die Führer ſind uneinig unter ſich ſelbſt, keiner will dem andern ge⸗ horchen. Und da die Ruſſen für den Augenblick die Bergvölker nicht zu fürchten haben, ſo werden ſie die Gelegenheit benutzen, einen empfindlichen Streich gegen die Türken zu führen.“
„Was halten Sie von dem Beiſtande, den Schamhl den Türken leiſten kann?“ fragte George.
„Mein lieber Sir“, antwortete Wiedenburg,„es iſt nicht leicht, die Zukunft vorauszuſagen. Aber wenn ich eine kurze Meinung äußern ſoll, ſo iſt es folgende. Die Franzoſen und Engländer werden den Türken bei⸗ ſtehen, ja, davon bin ich überzeugt. Siegen die Türken, ſo darf man nicht glauben laſſen, ſie hätten es allein mit dem mächtigen Rußland aufnehmen können, und man wird eine Armee nach der Donau oder an ldie ruſſiſche Küſte ſenden, um den Türken den Ruhm ihres alleinigen Siegs zu ſchmälern; werden ſie geſchlagen,


