Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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indien Kunde erhalten und der Nachricht, wie ſo viele Politiker, kein großes Gewicht beigelegt. Wiedenburg hatte ſchon ſeit Jahren von Konſtantinopel aus mit ihm in Handelsverbindungen geſtanden, und auf Handelsge⸗ genſtände bezogen ſich auch die meiſten der Briefe, ob⸗ wohl in ihnen manche andere Mittheilung mit einfloß, da die beiden Männer einander befreundet waren. Aus

den Briefen ſah George auch, daß ein Mr. Edmund

Wiedenburg, ein junger Deutſcher, der einige Jahre in Oſtindien gelebt, ein entfernter Verwandter des Kauf⸗ manns in Sinope, ſich der Geſellſchaft Mr. Hywell's für die Rückreiſe angeſchloſſen Mary Hywell begleitete ihren Vater, weil er es gewünſcht. Es war dem ſchon bejahr⸗ ten Manne, dem die Gattin längſt geſtorben und der keine Kinder außer Mary beſaß unmöglich geweſen,

ſich auf lange Zeit von der damals ſiebzehnjährigen

Tochter zu trennen. Der letzte Brief war aus Teheran geſchrieben und trug das Datum des Monats Auguſt.

„In dieſem Briefe ſpricht Mr. Hywell von ſeiner bevorſtehenden Abreiſe“, ſagte George. die Briefe zurück⸗ gebend.„Eine Reiſe von Teheran bis hierher dauert doch unmöglich drei Monate und länger.“

„Mr. Hywell wird ſeiner Tochter wegen langſam gereiſt ſein“, erwiderte Wiedenburg.„Auch mag ſein Aufenthalt in Teheran länger gewährt haben, als er