Sinope.
Hoch ging die See. Von Nordoſt her ſauſend, ſchien der Sturm das kleine Küſtenboot zerdrücken zu wollen, das ſich ihm, in ſeinen Planken ſtöhnend, entgegenſtemmte und lavirend weiter und weiter in die dunkelgrünen, von weißem Schaum überſpritzten Wellen eindrang. W. narr⸗ ten die ſchwanken Maſten, wie flatterten und klapperten die Taue! Wie hohl und dumpf ſeufzte der Wind in dem naſſen Segeltuche, dem er dienſtbar werden mußte durch die Geſchicklichkeit des türkiſchen Steuermanns, der ernſt und ſchweigend am Ruder ſaß! Tief auf die rechte Seite geneigt, oft mit dem Segel die Spitzen der Wel⸗ len ſtreifend, dann ſich wieder hebend, arbeitete das Boot ſich durch die ſchaumüberzogene, raſtlos rauſchende Flu— tenwelt. Grau und ſchwer lag der Himmel über dem Getoſe der Wogen, kalter Regen ſprühte nieder, Nebel verdeckte die Fernſicht.
„Sehr ſchönes Wetter! Echtes Wetter, Sir!“
Mätzelburg, Der Held von Garika. 1. 1


