Teil eines Werkes 
4. Band (1868)
Entstehung
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Tage vorher waren Reiter durch die Stadt gekommen, die zwei verſchleierte Frauen zu Pferde in ihrer Mitte führten und ihren Weg nach Patna fortgeſetzt hatten. Der alte Hindu, den Will fragte, gab als beſtimmt an, daß er Duna⸗Sahib erkannt habe. In Monghir war übrigens ſo eben das Gerücht verbreitet, daß Su⸗ radſcha⸗Daulah gefangen worden ſei, und dieſes Gerücht beſtätigte ſich ſpäter. Jedenfalls beſchloß Will, es ſich zu Nutze zu machen und ſeine Gegner damit zu

ſchrecken.

Er hielt ſich natürlich nicht in Monghir auf; ſeine ganze Sehnſucht war jetzt darauf gerichtet, Duna⸗Sahib womöglich noch vor Patna zu erreichen. Er blieb auf der Landſtraße und die Pferde wurden getrieben wie bei einem Wettrennen. Mehr als einmal trafen ſie auf kleine franzöſiſche Truppenabtheilungen, die Ba⸗ gage geleiteten, und ritten dieſelben mit geſchwunge⸗ nem Degen und wildem Hurrah über den Haufen.

Nur in der Nacht machten ſie auf freiem Felde eine

kurze Raſt. Am andern Morgen ſahen ſie eine große Stadt am Gangesſtrom vor ſich liegen. Es mußte Patna ſein, aber Duna⸗Sahib hatte ſie vor ſeinen Ver⸗ folgern erreicht.

Das war ein ſchwerer Schlag für Will's Hoff⸗

nungen!

Da lag ſie vor ihm, die große Stadt, die