Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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ſo die Vernichtung der Privilegien des Adels, wel⸗ cher doch die Revolution mehr gefoͤrdert, als gehin⸗ dert hatte.

Der furchtbarſte Gegner des neuen portugieſi⸗ ſchen Repraͤſentativſyſtems jedoch war die auslaͤndi⸗ ſche Diplomatik. Hatte ſchon die Art und Weiſe, wie die Revolution entſtanden, bei verſchiedenen groͤßern Maͤchten Anſtoß gefunden; ſo mußte noch mehr der Mißbrauch der Preßfreiheit und der Tri⸗ bune ſie reizen, welcher freilich auch nicht ſelten durch bittere Angriffe von Außen veranlaßt worden iſt. Die Zeitblaͤtter verfehlten, wie in Spanien, gar haͤufig ihres Maaßes und naͤhrten zur Ungebuͤhr das Feuer der Zwietracht. Mochte nun der geſetz⸗ gebende Kongreß in ſeiner Geſammtheit immerhin ſo wuͤrdevoll und gemaͤßigt, als nur moͤglich, auf⸗ treten, ſo wurden dennoch die Fehler der Einzelnen deſſelben mehr beachtet, als die Vorzuͤge und die guten Geſinnungen der Mehrzahl; und die Intrike von Innen eilte, mit manchen Vorurtheilen des Auslandes gegen die portugieſiſche Verfaſſung ſich zu verbinden.

Der Kongreß fuhr inzwiſchen mit raſtloſer Thaͤtigkeit in ſeinen Arbeiten fort; zumal aber er⸗ regte der betruͤbte Zuſtand der Finanzen ſeine Haupt⸗ ſorge. Zweihundert vierzig Millionen betrug die Staatsſchuld, und das Budget vom Jahre 1821 zeigte, bei einer Einnahme von 24,302,500 Kruſa⸗ den, einen Abgang von vier Millionen. Daher wurde die Unterhandlung eines Anlehens von 10 Millionen Kruſaden nothwendig, wozu beſonders die Theilnahme des portugieſiſchen Handelsſtandes