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in Bewegung geſetzt wurde. Die Errichtung einer Nationalbank verſprach, wenn auch nur nach und nach, doch immerhin gewiß fuͤr den Verkehr und den Nationalkredit ſehr ſegenreiche Folgen.
Nach den Finanzen zog die Geſetzgebung das meiſte Augenmerk der Kortes auf ſich. Die privi⸗ legirten und die Spezial⸗Gerichte wurden abge⸗ ſchafft, die Stellen der Richter für lebenslaͤnglich erklaͤrt, und mit dem Inſtitute der Geſchworenen, welches man auch in Portugal zu verpflanzen ge⸗ dachte, hing die Verfaſſung eines neuen buͤrgerli⸗
chen Geſetzbuches und einer regelmaͤßigeren Ge⸗
richtsordnung zuſammen.
Am 23. September war der Verfaſſungsent⸗ wurf nunmehr zur Reife gediehen und von den Kortes unterſchrieben. D. Joào VI. nahm ihn un⸗ ter großen Feierlichkeiten an, und leiſtete am 1. Ok⸗ tober den Eid auf die Konſtitution, und zwar außer der vorgeſchriebenen Formel, mit den Worten: „Und das thue ich mit dem groͤßten Vergnuͤgen und mit dem groͤßten Vergnuͤgen!“ Seine Familie, mit alleiniger Ausnahme der Konigin Car! otta, folgte dieſem Beiſpiele, und das merkwuͤrdige Ak⸗ tenſtuͤck wurde nicht nur in ganz Portugal beſchwo⸗ ren, ſondern auch an alle Hoͤfe des Auslandes uͤber⸗ macht, mit der Erklaͤrung von dem freien Willen und der innigen Freude, womit Se. allergetreueſte Majeſtaͤt dem Verfaſſungsſyſteme gehuldigt.
Die Konſtitution der Kortes von Lisboa 65
welche die nicht unbetraͤchtliche Zahl von 229 Para⸗
*) Siehe die europ. Conſtitutionen, B. IW. P. III. 4
1. Oct.


