27. Ock.
1. Jan.— 6. März
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gen, welche die neue Zeit erheiſchen wuͤrde, und durch Ertheilung einer Amneſtie fuͤr die Urheber der Revolution, den Sturm zu beſchwoͤren. Allein nicht nur hatte der deßhalb erlaſſene Aufruf, wel⸗ cher auch fuͤr den reißenden Gang der Begebenhei⸗ ten viel zu ſpät kam, auf Portugal keine Wirkung, ſondern ermuthigte nun auch die unruhigen Koͤpfe der gebildetern Braſilier zu einer aͤhnlichen Bewe⸗ gung, wie die, welche im Mutterlande vollbracht worden. In Para, Bahia und Pernam⸗ buko wurde hintereinander die Verfaſſung ausge⸗ rufen, jedoch mitbbrbehalte aller Rechte des Hau⸗ ſes Braganza. In allen drei Provinzen errichteten ſich Junta's, welche Gewaltboten nach Lisboa ſen⸗ deten und ihren Beitritt zum konſtitutionellen Sy⸗ ſteme den verſammelten Kortes berichteten; dieſelben fanden ſich durch dieſe Vorfaͤlle, wie zu erwarten war, in ihrer Beharrlichkeit nicht wenig geſtaͤrkt. Als nun, um das Werk des Aufſtandes zu vollenden, zuletzt auch Rio⸗Janeiro die Sache der Revolution ergriff, eilte der geſchreckte Monarch, die Verfaſſung feierlich durch das Organ ſeines Sohnes, Dom Pedro, zu beſchwoͤren. Spaͤter erhielt er die Ueberzeugung, daß ſeine Anweſenheit in Europa ganz beſonders nothwendig ſey, und er traf deßhalb alle Anſtalten zur Ruͤcktehr. Der Kronprinz wurde zum Reichsverweſer von Braſilien mit großen Vollmachten ernannt, und kurz darauf, nachdem ein Verſuch der uͤberſpannten Liberales zu Rio⸗Janeiro, die Verfaſſung der ſpaniſchen Kor⸗ tes, mit Waffengewalt vereitelt worden, ſchiffte D. Joào mit ſeiner Familie ſich nach Europa ein.


