Empfanges und uͤber den Beitritt mehrerer braſi⸗ liſchen Provinzen zur konſtitutionellen Sache.
Am 27. Mirz traf die amtliche Nachricht von der Annahme des Verfaſſungs⸗ Syſtemes durch den Koͤnig ein, und es wurden deßhalb gleich zwei Tage barauf die Grundlagen deſſelben in der Kirche von St. Domenigo beſchworen. Wichtige Eroͤrterun⸗ gen und ſtrenge Maßregeln veranlaßte das feind⸗ ſelige Benehmen des Kardinal⸗ Patriarchen und der politiſchen Agenten bei den auslaͤndiſchen Hoͤfen. Die Kortes verfuhren hierin mit ungewoͤhnlicher Bitterkeit. Einen unangenehmen Eindruck und manch ſeltſames Gerede bewirkte die am 10. Mat im Palaſte der neuen Handelsjunta entſtandene Feuersbrunſt. Doch verſchlang alle uͤbrigen Inter⸗ eſſen die Ankunft D. Joäo's und ſeiner Familie vor Lisboa, in den erſten Tagen des Heumonates.
Der Hof war beim Ausbruche der Revolution, und als er bloß noch die Vorfaͤlle von Oporto kannte, in ſeinen Anſichten daruͤber und die zu ergreifenden Maßregeln ſehr getheilt geweſen, und eben ſo das Miniſterium. Waͤhrend die Koͤnigin und die Camarilla, geſtuͤtzt auf die Stimme Villanova's, im Staatsrathe auf kraͤftige Unterdruͤckung des Aufſtandes drangen, war der Koͤnig ſelbſt zur Nach⸗ giebigkeit und zum Vergleiche bereit, und fand in dem Grafen dos Arcos, einem Diplomaten aus Pombals Schule, hierin einen warmen Vertheidi⸗ ger. Auch der Kronprinz D. Pedro fuͤhrte fuͤr zeitgemaͤße Inſtitutionen das Wort.
Der Koͤnig entſchloß ſich, durch Einberufung der alten Kortes, mit zweckmaͤßigen Verbeſſerun⸗


