nun die Reihe ſeiner kriegsknechtiſchen Gewalt⸗ ſtreiche weiter fort, und erſchien, am erſten Februar 1808, nach einer feierlichen Parade, an der Spitze ſeines Generalſtabes im Palaſte der Regentſchaft, erklärte ſie fuͤr aufgeloͤſt und ſetzte eine proviſoriſche Regierung ein, beſtehend aus drei Miniſterien, und ganz beſetzt mit Anhaͤngern der franzoſiſchen Partei, oder mit ſolchen Mitgliedern der bisherigen Regent⸗ ſchaft, welche man doch wenigſtens durch Auszeich⸗ nungen zu gewinnen hoffte; auch wurde jedem De⸗ partement ein Franzoſe(gleichſam zur Aufſicht) bei⸗ gegeben. Die neue Regierung erließ bald eine Menge von Verordnungen, in welchen von Eroͤff⸗ nung neuer Kanaͤle, von Anlegung regelmaͤßigerer Landſtraßen, von Erhebung der Landesinduſtrie und Vernichtung alter Vorurtheile und Mißbraͤuche, zu⸗ mal in der Religion, die Rede war. Allein Alles das, was vielleicht jede andere Nation beſtimmt haben wuͤrde, den neuen Zuſtand der Dinge, dem fruͤheren gegenuͤber, wenigſtens in einiger Ruͤckſicht, fuͤr preiswerth und beſſer anzuſehen, vermehrte in Portugal den Haß der Eingeborenen wider die ein⸗ gedrungenen Fremden nur deſto mehr. Kultur, Aufklaͤrung, Induſtrie und Freiheit waren der Maſſe des Volkes verhaßte Namen, weil ſie die Anſtrengung phyſiſcher und geiſtiger Kraͤfte predig⸗ ten. Und nun erſchien noch zu allem Ueberfluſſe
das Dekret von Mailand, welches dem Lande Por⸗ 23. Dechr. tugal eine Kriegsſteuer von 400 Millionen Franken auferlegte, und dieſelbe von allem, Privatperſonen
zugehoörigen, Eigenthume zu erheben befahl. Kloͤſter, Kongregationen und Domkapitel wurden mit zur


