Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

und Mißgriffe, eben nicht die glanzvollſte, und die politiſche Bedeutung Portugals ging mit dem Ab⸗ tritte des Marquis von Pombal wieder unter. Wir zaͤhlen daher nur in Kuͤrze die Hauptbegebniſſe bis zur Selbſtherrſchung Dom Jou's VI. auf, um bei wichtigeren Erſcheinungen der neueſten Zeit deſto laͤnger zu verweilen.

Der noch unter D. Joſe I. mit Spanien be⸗ gonnene Krieg in Amerika wurde durch einen Frie⸗ den beendigt, vermoge welches Portugal die verlo⸗ rene Inſel St. Katharina wieder erhielt, dagegen die lang beſtrittene Kolonie San Sagramento dem katholiſchen Koͤnige, und eben ſo auch die Inſel Ga⸗ briel, zuruͤckgab. Darauf kam mit derſelben Macht ein Neutralitäts⸗, Gakantie und Handelsvertrag zu

Stande; durch denſelben erhielt Spanien abermals

portugieſiſche Beſitzungen, naͤmlich die Inſeln Anno Bono und Fernando del Po, in der Nähe von Guinea.

Die Königin, ſtatt das theuer Errungene zu behaupten, und im Geiſte von Joo V. und Joſo den Nationalruhm zu heben, wendete vielmehr Alles auf, die Schoͤpfungen dieſer beiden Vorfahren zu zerſtoͤren. Abermals ſah man die Ketzergerichte in Thätigkeit und Scheiterhaufen zu Ehre der Religion angezuͤndet. Die Jeſuiten erhielten, obgleich der Orden foͤrmlich nicht wieder hergeſtellt wurde, kei⸗ nen geringen Einfiuß in die Staatsverwaltung, und das baare Geld ſtroͤmte von Neuem fuͤr unnuͤtze Dinge nach Rom.

Volksthuͤmlicher und verſtaͤndiger war ihre Po⸗ itik bei Gelegenheit des Seekrieges zwiſchen Eng⸗