Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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4. wärz Miniſters. Aus Gnade endlich erhielt er ſeinen

Abſchied und die Erlaubniß, auf ſeine Herrſchaft* Pombal ſich zuruͤckziehen zu duͤrfen. Nur mit? Muͤhe entzog ihn die bewaffnete Macht der Wuth

des Pobels, auf der Reiſe dahin. Solchen Lohn

erhielt er fur zwanzigjaͤhrige Anſtrengungen fuͤr die Erhebung einer ſo tief verſunkenen Nation, fuͤr den beſiegten Feind von Außen, fur die zerſtoͤrte Hyder der Zwietracht im Innern, fuͤr die beſchutzte Kul⸗ tur, fur die gepflegte Geiſtesfreiheit, Wiſſenſchaft und Kunſt, fuͤr die verbeſſerte Geſetzgebung, den bereicherten Handel, fuͤr den vergroͤßerten Verkehr, fur die hergeſtellte Sicherheit, fur die wiedererbaute Hauptſtadt, fuͤr die angelegten Straßen, die gegra⸗ benen Kanale, den gefuͤllten Kronſchatz, das aus

dem Schlamme der Feigheit und Zuchtloſigkeit ge⸗

15. Mai 1777

rettete Heer und die wiedererbaute Flotte!

Mit der gaͤnzlichen politiſchen Vernichtung des beruͤhmten Mannes begnuͤgten ſich jedoch ſeine Fein⸗ de nicht, ſondern man wollte ihn auch moraliſch in den Augen der Mit⸗ und Nachwelt, und ſodann auch korperlich, zu Grunde richten. Bald nach der Kronung der Konigin, welche ſeine Beſtrafung bis⸗ her bloß noch aufgeſchoben hatte, wurden die Prozeſſe der unter ſeiner Regierung Hingerichteten oder Ver⸗ hafteten von Neuem unterſucht und beinahe Sämmt⸗ lichefůr ſchuldlos erklaͤrt. Damit war zugleich ſeine eigene Schuld ſo gut als ausgeſprochen. Er wurde, da Jedermann Erlaubniß hatte, ja foͤrmlich aufge⸗ fordert war, an den Marquis Forderungen zu er⸗ heben, gezwungen, große Summen angeblich Be⸗ ſchaͤdigten auszuzahlen. Mit jedem Tage regnete