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brauchte. Auch die Jeſuiten, welche nun ebenfalls wieder und ſogar unter ihrem Namen und Ordens⸗ formen in Liſſabon ſich zeigten, regten den Fanatis⸗ mus noch ſtaͤrker gegen den Urheber ihres Stur⸗ zes an.
Gleich am erſten Tage nach dem Tode ſeines Herrn hatte Pombal um Entlaſſung von ſeinen Staatsämtern gebeten; aber man ließ ihn gefliſſent⸗ lich noch einige Zeit in Ausübung derſelben, damit er, angethan mit der fruͤher ſo furchtbaren Wuͤrde, die fuͤr ihn bereiteten Scenen der Demuͤthigung deſto fuͤhlbarer erleide. Alle Tribunale, deren Be⸗ fugniſſe der Marquis geſchmälert, erhielten ſolche in ihrem ganzen Umkreiſe wieder; andere, welche ſeine Schopfungen geweſen, wurden wieder aufge⸗ hoben. Man zwang ihn, ſeine eigenen Freunde und Vertrauten, wegen angedichteter Vergehen, zu beſtrafen, damit er die Marter vollſtaͤndig und lang⸗ ſam beſtehe. Man entfernte hinter einander ſeine Schweſter und die uͤbrigen Glieder ſeiner Familie ſchimpflich von allen Hofdienſten und Staatsam⸗ tern; die Miſſionaͤre erhielten freien Spielraum fuͤr ihre fromme Wirkſamkeit, die verdraͤngten Jeſui⸗ terheiligen ihre alte Stelle im Kalender wieder. Alle Verwieſenen wurden zuruckberufen, die befrei⸗ ten Staatsgefangenen durch Aemter entſchaͤdigt, und die erbauten Gefaͤngniſſe zerſtoͤrt. Dem Marquis ſelbſt nahm man ſeine Wuͤrden allmaͤlig, eine nach der andern, ab; man arbeitete, was ihn am mei⸗ ſten verwundete, auch an einer Ausſöhnung mit Spanien und ſchob alle Schuld der langjaͤhrigen Wirren auf das willkuͤrliche Walten des bisherigen


