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29. Nob. u. 4. Decbr.
1777
um, mit der königlichen Puppe in der Hand, wie zeither, allein zu regieren, ſcheiterten an der Wach⸗ ſamkeit Donna Maria Francisca's und ſie wurde, zu ſeinem groͤßten Schrecken, zur Regentin des Reiches ernannt. Im Beſitze dieſer Wuͤrde, beeilte ſich die Koͤnigin, durch zahlreiche Anſtellun⸗ gen einen kraͤftigen Anhang ſich unter der Armee und den Behoͤrden zu verſchaffen. Schon in den erſten Tagen des Februars 1778 wurde Dom Joſoͤ wiederholt vom Schlage getroffen. Man verhehlte dieſen Zuſtand Jedermann und Maria erwirkte un⸗ ſchwer von dem, ſeiner nicht mehr recht bewußten, Koͤnige die Vermaͤhlung des Prinzen von Beira mit ihrer gemeinſchaftlichen Tochter, Donna Maria Benedikta. Am 23. verſchied D. Joſo; der Monarch ſelbſt war ſchon laͤngſt geſtorben.
Kaum hatte der Marquis von Pombal die niederſchlagende Kunde erhalten, als er ſeinen Fall gewiß ſah. Die Staatsgefaͤngniſſe offneten ſich und gaben ihre Bewohner heraus; die Verbannten ſtroͤmten in das Vaterland zuruͤck; die Verwandten der Hingerichteten draͤngten ſich in Maſſe zur Groß⸗
muth der neuen Regentin, und erregten durch alte
Erinnerungen an ihre Familien und durch den fri⸗ ſchen Anblick ihres Elendes eben ſo ſehr das allge⸗ meine Mitleid fur ſich, als ſie den Haß wider ih⸗ ren Verfolger mehrten. Ueber achthundert Perſo⸗ nen ſollen in dieſen Tagen wiederum der Freiheit und den Ihrigen geſchenkt worden ſeyn. Der Poͤ⸗ bel verwandelte ſeine ſklaviſche Furcht und nieder⸗ trächtige Schmeichelei nunmehr in Fluͤche uͤber den Miniſter, welchen er nicht mehr zu beruͤckſichtigen
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