Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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wechſelſeitigen Ehrgeizes und wechſelſeitiger Eifer⸗ ſücht.

Ungeachtet der Miniſter für Verbeſſerung des Heerweſens bereits ſchon fruͤher bedacht war, ſo hatte er dennoch, in der Maſſe von anderen wichti⸗ gen Angelegenheiten, welche mehr auf das innere Staatsleben, als auf die Kraft nach Außen ſich

bezogen, diejenige Sorgfalt nicht widmen koͤnnen,

welche der ſchrecklich verwahrloſte Zuſtand deſſelben allerdings erforderte. Der Graf hatte demnach zu gleicher Zeit beinahe Alles neu zu ſchaffen, und gleichwohl ſchon jetzt mit dem Feinde ſich zu meſſen, welcher verheerend in das Herz von Portugal vor⸗ zudringen ſich anſchickte.

Bis das Heer gebildet und von dem Geiſte der neuen Ordnung durchdrungen ſeyn wuͤrde, ſuchte er beſtmoͤglichſt die Anſtrengungen des Feindes zu durchkreuzen, vertheidigend ſich zu halten, die kuͤnſt⸗ lichen Bollwerke des Landes wieder herzuſtellen und die naturlichen geſchickt zu behaupten. Ueber 42,000 Mann ſtark waren die Spanier, unter Anführung des greiſen Marquis von Saria, in Traz⸗os⸗ Montes eingedrungen und hatten einiger kleinen Platze ſich bemeiſtert. Doch wurde bereits auf dem Marſche nach Oporto, welches eine Zeit lang be⸗ droht ſchien, eine Abtheilung von 4000 Mann durch das hewaffnete Landvolk geſchlagen. Inzwiſchen war dennoch Almeida bedroht. Zu Anfange des Auguſtes erſchien der Graf an der Spibe der verei⸗ nigten Truppenmacht, welche kaum 15,000 Mann betrug. Nicht uͤber die Haͤlfte waren auf einem Haufen, im Lager von Abrantes, verſammelt. Lippe