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hängigkeit als vortheilhaftes Buͤndniß erſcheine S Nach verſchiedenen bittern Erklaͤrungen von Seiten Frankreichs und Drohungen von Seiten Spaniens, kam es zu voͤlligem Bruche mit den beiden Mächten.
Eine ſpaniſche Armee, von franzoſiſchem Kriegsvolke
unterſtuͤtzt, ruͤckte wider Portugal an. Dieſes blickte angſtvoll auf England, ſeinen bisherigen treuen Bun⸗ desgenoſſen; und er erſtand ihm auch dießmal nicht.
In moͤglichſter Eile wurden Huͤlfstruppen ein⸗ geſchifft und der regierende Graf Wilhelm zur Lippe⸗Schaumburg, anerkannt als einer der trefflichſten Kriegsmeiſter dieſer Zeit, und in jeder Hinſicht einer der edelſten teutſchen Maͤnner, ging, von dem brittiſchen Miniſterium unter glaͤnzenden Bedingungen angeworben, als Oberfeldherr der ver⸗ buͤndeten engliſch⸗luſitaniſchen Heere nach Portugal; gleichſam im Triumphe landete er zu Oporto und hielt in Lisboa ſeinen Einzug.
Die Lage des vom Koͤnige D. Joſé in ſeiner Wuͤrde beſtaͤtigten Feldmarſchalls war jedoch kei⸗ nesweges die glaͤnzendſte; abgerechnet den Neid der Unteranfuͤhrer und die Abneigung der Subalternen gegen den aufgedrungenen Fremdling, fuͤhlte ſich ſelbſt Pombal nicht ganz heimlich in ſeiner Naͤhe. Zwei gleiche ſtarre Geiſter, wie die Beiden, begegne⸗ ten ſich nicht ſelten auf einem und demſelben Wege. Unwillig huldigte jeder, der Ebenbuͤrtigkeit ſich be⸗ wußt, dem Verdienſte des Andern und nicht ſelten litt die gemeinſame Sache unter dieſem Kampfe
*) Varnhagen von Enſe. P. II. 6
1762


