Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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Der Miniſter beſchloß, keinen Zoll breit zu weichen; er bewirkte demnach die Verbannung des paͤpſtlichen

Nunzius aus der Hauptſtadt; nahm im ganzen Reiche den Jeſuiten die Schulen ab und fuͤhrte eine zeitgemäßere Erziehungsmethode ein. In dem Edikte, welches dieſe wichtigen Verfuͤgungen ent⸗ hielt, wurden Jene geradezu beſchuldigt, durch ihre finſtere und pedantiſche Lehrart die Fortſchritte der Wiſſenſchaft in Portugal gehemmt und namentlich das Studium der gelehrten Sprachen gaͤnzlich ver⸗ nichtet zu haben. Man maß ihnen ferner die Ab⸗ ſicht bei, daß ſie die Portugieſen gefliſſentlich in der Unwiſſenheit zu erhalten geſucht und alle uͤbrigen Mitbewerber um die Lehrſthle gewaltſam verdraͤngt haͤtten. Bald aber erfolgte der letzte und voͤllig ver⸗ nichtende Schlag, nämlich das ewig denkwuͤrdige Edikt vom 3. Herbſtmonde 1159, in welchem die Jeſuiten, als unfaͤhig jeder Reform, die man auf jede Weiſe gutlich unter ihnen zu bewirken geſucht habe, und als offenbare Empoͤrer, Hochverraͤther, Feinde und Ruheſtoͤrer, aus allen portugieſiſchen Staaten verbannt wurden. Das Edikt wurde mit außerordentlicher Raſchheit vollzogen. Saͤmmtliche Glieder des Ordens, bis auf die wegen angeblicher Theilnahme an der Verſchwoͤrungsgeſchichte Einge⸗ kerkerten, wurden in ſieben Fahrzeuge eingeſchifft und an der Kuͤſte von Italien abgeſetzt, woſelbſt man ſie den gaſtlichen Anordnungen des heiligen Vaters uͤberließ. Zum Abſchiede ſangen ſie im Hafen von Lisboa den Pſalm: In exitu Israel de Aegypto, domus Jacob de populo parn paro, letztere Worte mit beſonderem Nachdrucke⸗