Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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Auf das große Ereigniß, welches, als eine hoͤchſt uͤberraſchende Freudenpoſt, die ganze aufgeklaͤrte Welt mit Blitzes Schnelle durchfuhr, wurden eigene Denkmuͤnzen von Seite der portugieſiſchen Geiſtlich⸗ keit geſchlagen, darauf der Sieg des Lichtes uͤber den Irrthum ſinnbildlich gefeiert war.

Der ſcheinheilige und myſtiſche Malagrida, wel⸗ cher, als Oberdirektor der Uebungen des heiligen Ignazius und als Geißler der Damen zu Liſſabon, einen großen Ruf ſich erworben hatte, endigte nach zwei Jahren, wegen Hochverrathes, ebenfalls auf dem Schaffotte; die uͤbrigen Mitgefangenen erlitten ein gelinderes Lvos. Mehrere derſelben ſtarben im Ge⸗ faͤngniſſe; Andere wurden nach und nach entlaſſen, oder ihren Bruͤdern in Italien nachgeſchickt. Wir ſind nicht geneigt, in eine lange Unterſuchung uͤber die dem Orden der Jeſuiten in Portugal zur Laſt ge⸗ legten Dinge uns einzulaſſen, noch eine Kritik der verſchiedenen fuͤr und wider ſie erſchienenen Schrif⸗ ten nun zu verſuchen; vielmehr verweiſen wir in dieſer Hinſicht auf die daruͤber ſich verbreitenden groͤßeren Werke von Wolf und Murr, aus denen die Anhaͤnger, wie die Gegner, ſich ihre Beweisgruͤnde und Waffen hervorholen moͤgen. Hier ſey nur ſo viel geſagt, daß, wenn auch die meiſten der wider die Jeſuiten gefuͤhrten Beſchwerden und erhobenen Beſchuldigungen unſtatthaft in einzelnen Punkten erfunden werden ſollten, der Geiſt ihrer Geſellſchaft und Moral und Politik im Allgemeinen ſchon hin⸗ reichte, um, wie geſchehen iſt, Verbannungsurtheil zu begruͤnden. Wie Fuͤchſe hatten ſie nach der Aeußerung eines ihrer eigenen Generale(des