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an hohe Pfaͤhle und verbrannte ſie lebendig. Die ge⸗ ringeren Verbrecher wurden theils durch Gefaͤngniß, theils durch Verweiſung geſtraft. Koͤnig und Volk ſchauderten einigermaßen gleich ſehr vor dem fuͤrch⸗ terlichen Schauſpiele zuruck, bei welchem die Bluͤthe des portugieſiſchen Adels aufgeopfert wurde; doch ſollte durch ein ſolches Beiſpiel unter alle uͤbrigen Mißvergnuͤgten Schreck verbreitet und jeder Ge⸗ danke fernerer Bewegungen wider die Regierung und die beſtehende Ordnung erſtickt werden. Roch iſt man uͤber alle einzelnen Umſtaͤnde dieſer ſchauer⸗ vollen Geſchichte nicht ganz im Klaren; es iſt fuͤr den Geſchichtſchreiber ein druckendes Gefuͤhl, ſelbſt den Henker bei Laͤngſtverſtorbenen machen zu muͤſ⸗ ſen; aber es iſt mehr, als ein moraliſcher und ſelbſt rechtlicher Beweis fuͤr die Schuld der Geopferten vorhanden, und die blutigen Ereigniſſe und finſteren Kabalen, welche noch in neueſten Tagen die Jahr⸗ buͤcher beider Nationen der pyrenaͤiſchen Halbinſel entehren, zeigen nur zu deutlich, was der Ehrgeiz der hoͤheren Staͤnde und der Einfluß der Prieſter vermoͤgen.
Es ließ ſich zum Voraus erwarten, daß die Je⸗ ſuiten Portugals mit in die Kataſtrophe verwickelt wuͤrden. Schon mehrere Tage vor Vollziehung der Bluturtheile wurden folgende Mitglieder des Ordens verhaftet und in Gefaͤngniſſe gebracht: Moreira, da Coſta, Oliveira, Perdigao, Malagrida, Soa⸗ rez, Henriquez, Matos, Alexander, Stefan Lopez und Joſe Oliveira. Ausſagen von einzelnen Ver⸗ ſchworenen, freilich unter der Qual der Folter, zeug⸗ ten wider ſie. Da nun auch uͤberdieß in Spanien,


