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Plane Nachricht erhalten, die Aeußerung:„Bei Gott, mir häͤtte er nicht entwiſchen ſollen, waͤre ich an Eurer Stelle geweſen!“ Der vertraute Freund Luiz Bernardo's, Beaz Joſé Romeiro, geſtand, daß der junge Marquis ihm die Ergebniſſe einer Verſammlung anvertraut habe, die am Nachmit⸗ tage vor der Nacht des Ueberfalles gehalten worden. Nachdem er mit einem Eide ewiges Stillſchweigen angelobt, hielt er drei geſattelte Pferde an dem Orte des Ueberfalles bereit, und wohnte demſelben, ſo wie der Zuſammenkunft am folgenden Morgen, bei. Die Werkzeuge der verfluchten That waren der ehemalige Kammerdiener Aveiro's, Alvarez Fereira und deſſen Schwager Poliearpo d'Azevedo. Sie wurden um 40 Dukaten gedungen, ſollen jedoch
des folgenden Tages wegen des Mißlingens heftig
ausgeſcholten worden ſeyn. Auch der gegenwaͤrtige
Kammerdiener des Herzoges, Manvel Alvarez, und
ſein Leibpage, Jono Miguel, wurden mehr oder minder als Helfershelfer bezeichnet. Alle Umſtaͤnde des Angriffes in der ſchauervollen Nacht waren in fuͤnf eigenen Paragraphen des Urtheiles ausfuͤhrlich
angegeben. Darauf folgten die rechtlichen Vermu⸗
thungen gegen die Verſchworenen und die Jeſuiten, als Anſtifter zum Morde, und endlich die peinlichen Erkenntniſſe. Sie zeichneten ſich durch blutige
Strenge aus. Die meiſten der Verſchworenen wur⸗
den geraͤdert(Alle jedoch, bis auf den Herzog), nach
zuerſt empfangenem Gnadenſtoße; Donna Leonor ward durch das Schwert und zwar zuerſt unter Al⸗
len gerichtet; die Werkzeuge des Mordes, Alvarez und Fereira(Azevedo im Bildniſſe) ſtellte man
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