Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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Kloſter, die Herzogin von Aveiro in das andere, die junge Marquiſin von Tavora dagegen nach das Santos abgefuͤhrt. Die uͤbrigen Frauen, Toͤchter und Schweſtern der Verhafteten erhielten Wache vor ihren Haͤuſern. Das Gleiche geſchah vor ſaͤmmt⸗ lichen Jeſuitenhaͤuſern, wo Jedermann der Ein⸗ und Austritt gewehrt wurde.

Am 20. Chriſtmonde begann der peinliche Pro⸗ zeß; am 9. Jänner waren die Verhoͤre geſchloſſen und am 13. deſſelben Monates machte man das Ur⸗ theil, welches, auf Befehl der Regierung ſofort aus⸗ fuͤhrlich motivirt und alle Einzelnheiten der Ver⸗

ſchwoͤrung und des Prozeſſes enthaltend, im Drucke

erſchien, und welches von nicht geringem Umfange war, oͤffentlich bekannt. Aus dem Zuſammenhange von Selbſtgeſtaͤndniſſen, Ausſagen und Verhaͤlt⸗ niſſen der Thatſachen zu einander erhellte: der Haß des Herzoges von Aveiro gegen den Koͤnig und ſeine Regierung, wegen Vereitelung mehrerer ehr⸗ ſuͤchtiger Plane zu Bereicherung ſeines Hauſes; die Verfuͤhrung einer Anzahl mißvergnuͤgter Perſonen zu einem Anſchlage wider den Koͤnig und das Mini⸗ ſterium; die innige Verbindung dieſes Herzoges mit den Jeſuiten, alsbald nach der Wendung der Dinge in den Miſſionsprovinzen, und die zahlreichen ge⸗ heimen Zuſammenkuͤnfte mit den Letzteren in ſeinem Palaſte. Bei dieſen Zuſammenkuͤnften wurde die gewaltſame Ertoͤdtung des Monarchen beſchloſſen, und von den Jeſuiten auch die Marquiſe Leonor de Tavora mit dem alten Herzoge ausgeſoͤhnt, nach⸗ dem zuvor wechſelſeitige Eiferſucht die beiden Fami⸗ lien von einander getrennt hatte. Der Pater Ga⸗

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