Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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und eine tiefangelegte Staatsintrike, deren Haupt⸗ urheber, unter den vorwaltenden Verhaͤltniſſen, un⸗ ſchwer zu erahnen ſeyen. Auch fehlte es auf der andern Seite an Leuten nicht, welche das Attentat als Machwerk Pombals erklaͤrten, welches er ſelbſt veranſtaltet, um dadurch ſeinem Plane, der voͤlli⸗ gen Unterdruͤckung des Jeſuitismus und der hohen Ariſtokratie, naͤher zu kommen.

Der Miniſter ſäumte nicht, die ſorgfaͤltigſte und ſtrengſte Unterſuchung uͤber das Geſchehene an⸗ zuſtellen; verſiegelte Befehle, welche erſt in einer gewiſſen Entfernung von Lisbva geoͤffnet werden durften, verfuͤgten die Zuruckfuͤhrung aller nach Braſilien eingeſchifften Perſonen; mehrere Regi⸗ menter ruͤckten in die Hauptſtadt ein; und nun er⸗ folgten am 13. Chriſtmonde in aller Fruͤhe zahlreiche Verhaftungen, zumal in den Wohnungen der hoͤ⸗ heren Klaſſe. Der Herzog von Aveiro, Oberhof⸗ meiſter des Koͤniges, ſein Sohn, der Marquis von Govora; der alte Marquis von Tavora, Ge⸗ neral der Reiterei und ehemaliger Vicekoͤnig von Indien; ſeine beiden Soͤhne Luiz Bernardo und Joſo Maria; Manvel und Joſé Ma⸗ ria de Tavora, ſeine Bruͤder; der Graf Atou⸗ gia und der Marquis von Alorno, ſeine Schwie⸗ gerſoͤhne und ſaͤmmtliche Hausgenoſſen derſelben, machten den Anfang; darauf folgten, in den Pro⸗ vinzen, D. Joao de Tavora, Obriſt zu Cha⸗ ves in Traz os⸗Montes; Nuno de Tavora, in Alemtejo; der Erzbiſchof von Evora und der Biſchof von Porto. Die Marquiſin Leonor von

Tavora wurde mit ihren Toͤchtern in das eine.

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