1717
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Denkmale des Friedens galten ihm mehr, als die glaͤnzendſten Trophaen, errungen durch der Unter⸗ thanen koſtbares Blut, durch der Laͤnder wechſel⸗ ſeitigen Ruin und den noch traurigeren Untergang altgeheiligter Grundſaͤtze des Rechtes und der Bil⸗ ligkeit. Darum zaͤhmte er von nun an, ſo viel an ihm lag, das ſtets bereitwillige Schwert ſeiner Krie⸗ ger, welches damals von mehr als einem hochge⸗ feierten Kriegsmeiſter in Europa gluͤcklicher gefuͤhrt wurde, denn das heldenarme Portugal zu liefern vermochte. Die Wiſſenſchaft und die Religion er⸗
fuͤllten ihn ausſchließlich mit großartigen Planen zu ihrer Erhebung und Verherrlichung. Vor allem
richtete er ſeine Sorgfalt auf vollſtaͤndige Samm⸗ lung der Quellen von Portugals fruherer Geſchichte, auf kritiſche Forſchung und zierlichere Darſtellung,
als bisher geſchehen. Zwei Akademien, die eine
ausſchließlich dieſem Zwecke, die andere aber wiſſen⸗ ſchaftlichen Beſtrebungen im Allgemeinen geweiht,
gehoͤren zu ſeinen vorzuͤglichſten Schoͤpfungen. Die
Landeskirche verdankte ihm die Wuͤrde eines Pa⸗ triarchen, welche der Erzbiſchof von Lisbva von nun an bekleidete. Aufgeklaͤrtere Patrioten erſahen freilich barin eine uͤberfluſſige Ausgabe mehr fuͤr das Land, und der romiſche Hof machte ſich fuͤr die dem Koͤnige dießfalls erzeugte Gefaͤlligkeit ſo ziem⸗ lich auf andere Weiſe bezahlt. Dom Thomas d'Al⸗ meida, Biſchof von Porto, war der erſte Praͤlat, den der Koͤnig und der Papſt zum Patriarchen er⸗
nannten.
Fuͤnf Jahre nach dieſem gluͤcklichen Ereigniſſe, worauf der Hof von Lisboa nicht wenig ſich zu Gute


