Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Dom Pedro I. als rechtmaͤßiger Konig⸗ Dom Joao V. und ſeine Wirkſamkeit. Dom Joſé I. Die Anfaͤnge des Mar⸗ quis von Pombal.

Eine zweite Verbindung mit Marie So⸗ phie von der Pfalz, deren zwei Schweſtern Kaiſer Leopold I. und Koͤnig Karl I. von Spa⸗ nien geehelicht, ſchien den Intereſſen der Krone ſehr gemaͤß. Der Geſchichtſchreiber Joào's II., Graf Tellez de Silva⸗Villa⸗Major, war als Braut⸗ werber nach Heidelberg abgegangen. Deſto ungluck⸗ licher war der an den Kaiſerhof nach Wien abgegan⸗ gene Geſandte, Prinz Charles Procope de Li⸗ gnes. Die Leidenſchaft des Spieles, in welchem dieſer unmaͤßige Summen verlor, verleitete ihn, nachdem er lange Zeit in jener Reſidenz einen un⸗ gewöhnlichen Aufwand ſich erlaubt hatte, zum Meu⸗ chelmorde wider einen oſterreichiſchen Großen, den Grafen Ferdinand von Hallwyl, Schweizer von Geburt, jedoch Kammerherrn des Kaiſers und in deſſen beſonderem Vertrauen. Die Urſache des Streites war, daß der Letztere weniger zart in Be⸗ wahrung des Geheimniſſes einer Spielſchuld ſich erzeigt hatte, als der gewoͤhnlichen Sitte diploma⸗ tiſcher Incroyables ſonſt angemeſſen iſt. Die An⸗ gelegenheit nahm die Geſtalt einer Cause célèbre an und zwang den Wiener Hof, einen Mann zu⸗ ruͤckzuweiſen, den die Acht der oͤffentlichen Mei⸗

nung getroffen, den die Polizei kraͤftiger, als das Geſandtenrecht, vor der Rache des uͤber den Meu⸗ *

1687