Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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ihm nicht geoffnet wurden. Er drohte, ſie zu ſpren⸗ gen; aber in demſelben Augenblicke erſchien der In⸗ fant, erſuchte den Koͤnig, keine Gewalt zu brauchen, ſondern mit ihm in den Palaſt zu kehren, allwo die Sache fuͤglicher, als in dieſem Kloſter, verhandelt werden koͤnnte. Die Koͤnigin legte inzwiſchen mit verſtellter Entſagung ihren Titel ab, ſchrieb ſich blos Marie Francoiſe Iſabelle von Savoyen und brachte bei dem Domkapitel ihre Eheſcheidungs⸗ Klage in aller geſetzlicher Form an.

Des Tages darauf kam auf ihren Wunſch der 22. Nov. Staatsrath in das Kloſter, Vor dieſem erneuerte ſie ihre Klage und uͤbertrug ihm vertrauensvoll die Entſcheidung. Die beſtochene Verſammlung eilte ſofort auch zum Monarchen und forderte von ihm ſowohl die Erledigung der Beſchwerden der Koͤnigin, als die Ernennung D. Pedro's zum Mitregenten. Alfonſo verweigerte Beides; und nun zeigte ſich die Empoͤrung in ihrer wahren Geſtalt. Der Herzog von Cadaval eilte zum Infanten, und derſelbe, von einer zahlloſen Volksmenge begleitet, und ſeines Spieles bereits ſicher, erſchien jetzt ſchon mit der Miene des Herrſchers im Palaſte. Umſonſt ver⸗ ſuchte der Koͤnig zu fliehen; alle Ausgaͤnge waren beſetzt. Der Bedraͤngte ſendete in ſolcher Bedraͤng⸗ niß nach ſeinem geheimen Rathe wieder, und erklaͤrte ſich willig, in die Wuͤnſche der Mißvergnuͤgten ein⸗ zugehen. Noch au demſelben Abende ward demnach D. Pedro zum Reichsverweſer und Oberfeldherrn ausgerufen, und als Wiederherſteller der Gerechtig⸗ keit in den Straßen des verraͤtheriſchen Liſſabon begruͤßt. In der Nacht unterſchrieb D. Alfonſo die