Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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rechtmaͤßigen Monarchen zugedacht, die Augen oͤff⸗ nete. Der Koͤnig faßte den Entſchluß, endlich ein⸗ mal ſelbſt zu regieren.

Er reiſte, begleitet von dem Grafen, nach Al⸗ kantara; dorthin wurden einige Staatsraͤthe, und ein Theil des Adels beſchieden; ſodann in alle Pro⸗ vinzen die Nachricht verbreitet, daß D. Alfonſo nun⸗ mehr allein das Steuer fuͤhre. Trotz der Gegen⸗ anſtrengungen Donna Leonor's, nahmen die Sa⸗ chen fuͤr den Konig die guͤnſtigſte Wendung, und ſie uͤbergab demſelben, am 23. Juni 1662, in Ge⸗ genwart des Infanten, des Hofes und der Großen, die Siegel des Reiches, mit den Worten:Nimm die Siegel, nebſt der Regierung Deiner Laͤnder, welche mir kraft eines Letztwillens Deines koͤnig⸗ lichen Vaters, meines Gemahls und Herrn, an⸗ vertraut waren. Ich uͤbergebe ſie Dir mit aller damit verknuͤpften Vollgewalt. Ich bitte Gott, daß Alles Dir ſo wohl gelingen moͤge, als ich dermal wuͤnſche! Bald räumte die Koͤnigin den Palaſt und zog nach Pabegras ſich zuruͤck, wo ſie ſchon des folgenden Jahres ſtarb.

Mit großer Klugheit fuhrte jetzt der Graf Caſtel⸗ Melhor, im Namen des Koͤniges, die Regierung; die Verirrungen ſeines Herrn wurden anſtaͤndig be⸗ maͤntelt; das Gute, was zu Tage kam, auf ſeine Rechnung geſchrieben. Man entfernte die einfluß⸗ reichſten Anhaͤnger Leonor's; aber auch die Conti

kehrten nicht wieder zuruͤck noch in den Beſitz der

alten Gunſt, da der Graf die Sehnſucht des Koͤ⸗ niges nach ihnen durch die ſchlaue Erdichtung einer Verſchwoͤrung, daran ſie Theil genommen, zu tilgen