Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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gennuͤtzigkeit oder Unzuverlaͤſſigkeit europäiſcher Po⸗ litik. Im pyrenaͤiſchen Frieden wurde vom Hofe zu Verſailles Portugal ſo viel als vergeſſen; die Ge⸗ neralſtaaten, im Beſitze der theuer errungenen Frei⸗ heit auch diplomatiſch beſtätigt, und von Spanien anerkannt, wollte durch Vertheidigung fremder In⸗ tereſſen nicht von Neuem ſich Kriegsfaͤllen ausſez⸗ zen; das eigene Ungluͤck und die gaͤnzliche Ohnmacht hinderte Karlos I., einer andern Macht beizuſtehen; Schweden aber war durch den fortgeſetzten Reli⸗ gionskrieg in Teutſchland allzuſehr in Beſchlag ge⸗ nommen. So war daher das kaum befreite Por⸗ tugal beinahe gaͤnzlich auf die eigene Kraft be⸗ ſchraͤnkt und in Gefahr, der Uebermacht wieder heimzufallen, von der es durch kuͤhne Ueberraſchung fur einen Augenblick ſich losgewunden hatte.

Allein die Kurzſichtigkeit und Unvorſicht des Staͤrkern, wodurch das Schickſal ihn verwirrt, ſchirmt nicht ſelten die Schwaͤchern und macht alle Huͤlfsmittel der Tyrannei zu Schanden. Statt mit aller Macht auf den noch unbefeſtigten, an den Wunden ſeiner Nachgeburt noch heftig blutenden, Staat ſich zu werfen, wie der verſtaͤndige Onnate Koͤnig Philipp gerathen hatte, zoͤgerte man, weil Olivarez gegen die Maßregel war, ſo lange, bis der Kampf und die Wiedereroberung ſchon mit mehr Schwierigkeiten verbunden war. Es ſchien fur den allmaͤchtigen Miniſter indeß keine leichte Aufgabe, nach dieſer Kataſtrophe, deren Schuld ſeiner Nach⸗ laͤſſigkeit beigemeſſen werden konnte, ſich fort auf dem wichtigen Poſten zu erhalten. Lange getraute ſich Niemand, dem Monarchen die niederſchlagende