Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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es lebe die Freiheit! es lebe der Koͤnig Dom Joao! Mit ungeheurem Jubel wiederholte das vor den Palaſt geſtroͤmte Volk, welches an dem gefallenen

Opfer ſich weidete und den Erſchlagenen mit feiger

Grauſamkeit noch mißhandelte, dieſen Ruf. D. Pinto eilte nunmehr zum vierten Haufen und fand auch hier redlich vorgearbeitet. Die Regentin hatte, auf die Kunde von der Empoͤrung und dem Heran⸗ wogen des Poͤbels, ihren Palaſt verſchloſſen, bis die ſer letztere mit Feuer drohte. Geſchreckt dadurch, zeigte ſie ſich mit ihren Frauen und dem Erzbiſchofe von Braga, der zu ihr gefluͤchtet war, der Ver⸗ ſammlung, erklaͤrte ihren Haß gegen Vasconcelos und billigte ſeine Beſtrafung. Zugleich aber warnte ſie das Volk, nicht weiter zu gehen, damit es nicht in das Verbrechen des Aufruhres ſich verwickele und die Verzeihung des Koͤniges verſcherzt wuͤrde. Hier⸗ auf erwiederte Antonio Meneſes:So viele treff⸗ liche Maͤnner haͤtten ſich nicht in Bewegung geſetzt, blos um einen Menſchen zu ſtrafen, der ſeinen Lohn billiger durch Henkers Hand erhalten haͤtte, ſondern um die Krone Portugals auf das Haupt des Her⸗ zoges von Braganza, als des rechtmaͤßigen Monar⸗ chen, zu ſetzen. Vergebens ſprach die Regentin von ihrer, durch den Koͤnig empfangenen, Gewalt: ſie ward ſtets durch den Ruf unterbrochen,man aner kenne keinen andern Koͤnig, als den Herzog von Braganza! Die Regentin ſah nun endlich ihre wahre Lage ein und begriff die Unmoͤglichkeit, mit den Waffen der Autoritaͤt gegen den Strom der Volksbewegung aufzukommen. Dagegen machte weder ihre Geſinnung noch ihre Stellung es ihr auf