Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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der andern Seite moͤglich, in irgend einen Vergleich mit dem Aufruhre zu treten. Sie dachte daher, durch die Kunſt der Ueberredung das Herz der Menge an⸗ ders zu ſtimmen und wollte hinab zu dem Volke. Man hielt ſie auf mit Schilderung der ſie bedro⸗ henden Gefahr; Donna Margaretha aber fragte in einem ruckkehrenden Gefuͤhle des Stolzes:Was koͤnnte mir denn wohl vom Volke geſchehen? Nichts, gnaͤdige Frau, als daß es Euer Hoheit zum Fenſter hinaus wuͤrfe. Darauf erblaßte die Furſtin und wich der Nothwendigkeit.

Nach dieſer kurzen Unterredung ſchritt man zum Verhafte der uͤbrigen in Liſſabon anweſenden ſpaniſchen Edlen, ohne daß ihnen irgend ein Leides geſchah. Und nun ſprengte man die Pforten des

Regierungsgebaͤudes, waͤhrend der Marquis Al⸗

varo d'Abrantes mit der Reichsfahne den Ko⸗ nig Joao IV. in den Straßen der Hauptſtadt aus⸗ rief. Der hoͤchſte Juſtizrath, deſſen Praͤſident die eigenen Soͤhne unter den Verſchworenen erblickte, erklaͤrte ſich alsbald fuͤr die Revolution. Die Ge⸗ faͤngniſſe, mit Ausnahme der Kerker, darin die gro⸗ ben Verbrecher, wurden geoffnet; die im Hafen vorfindlichen Schiffe in Beſchlag genommen; dar⸗ auf noͤthigte man die Herzogin, einen Befehl an die Beſatzung des Fortes St. Georg, von welchem aus die Stadt beſchoſſen werden konnte, zu deſſen Uebergabe, zu unterzeichnen. Und nun waren die wichtigſten Beſorgniſſe gehoben.

Ein Reichsrath, unter dem Vorſitze des Erz⸗ biſchofes von Lisbva, noch an demſelben Tage ein⸗ geſetzt, verſah, bis zu des Koͤniges Ankunft, die

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