Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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dar. Allein, was den vornehmſten Häuptern ſei⸗ ner Partei, trotz aller Aufmunterungen und Bitten, nicht gelang, wurde durch D. Joao's Gemahlin, Louiſa de Guzmann, ins Werk geſetzt. Die ehrgeizige Frau, welcher die Ablehnung einer Koͤ⸗ nigskrone Verrath an ſich ſelber daͤuchte, beſtimmte den ſchwankenden Sinn des Herzoges dazu, daß er in die Sache willigte. Und nun arbeitete der Adel raſtlos fuͤr den verwegenen Plan, verſtaͤrkte ſich durch Anhaͤnger, Waffen, ſpendete Geld⸗

ſummen.

Der Graf von Hlivarez blieb nicht ganz ohne Kenntniß von unruhigen Bewegungen, die in Portugal ſich geſponnen. Er errieth unſchwer ih⸗

ren Urheber und Zweck. Daher wendete er Alles

an, den Herzog in ſeine Gewalt zu bekommen. Aber derſelbe ging in keine der liſtig gelegten Schlingen, und wo er beſtimmten koͤniglichen Auftraͤgen zur Zeit auch nicht ausweichen konnte, wußte er gleich⸗ wohl durch Zoͤgerung und Gewandtheit ſich ſtets gluͤcklich ihrer zu entledigen. Der Herzog inzwi⸗ ſchen, wo er mit ſeinen gefaͤhrlichen Sendungen im Reiche immer hingelangte, ſah alle Gemuͤther in den unverkennbarſten Aeußerungen ſich ihm zu⸗ wenden; und als ein Befehl des ſpaniſchen Monar⸗ chen zu unverzuͤglichem Erſcheinen in Madrid ihn aufforderte, beſchloß er, die Ausfuͤhrung des voͤllig vorbereiteten Unternehmens nicht mehr laͤnger zu verzoͤgern. Der erſte des Chriſtmondes 1640 ward als der entſcheidende Tag im Rathe der Verſchwore⸗

nen feſtgeſetzt.