Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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Schon im Jahre 1607 war Malakka von dem niederlaͤndiſchen Admiral Matelief, jedoch mit frucht⸗ loſem Erfolge, angegriffen worden; 1640 wurde der Verſuch erneuert, und nach beinahe halbjaͤhriger Gegenwehr erlag die bluͤhende Handelsſtadt, weni⸗ ger der Macht des Feindes, als dem Mangel an Lebensmitteln.

Waͤhrend auf ſolche Weiſe das Nationalgebiet und die Nationalehre nach Außen allenthalben ge⸗ mindert wurden, war der Zuſtand der Dinge im Innern von Portugal, wo moͤglich, noch erbar⸗ menswerther. Nicht als ſelbſtſtaͤndiges Reich mehr, blos als ſpaniſche Provinz ſah man das ungluckliche Land allmaͤlig an, und die Guͤnſtlinge des Hofes theilten ſich unter einander in die reiche Beute. Die Flotte, die Zeughaͤuſer und die Kaſſen wurden mit gleicher Verſchwendung zerſtreut und zerſplittert: das Volk durch Abgaben, der Adel durch Kriegs⸗ dienſte arm gemacht. Alle hohen Staatsaͤmter wa⸗ ren mit Spaniern oder Geſchoͤpfen derſelben beſetzt. Selbſt die Geiſtlichkeit wurde mit Beleidigungen mannigfacher Art und Verletzungen altbewahrter Rechte nicht verſchont. Darum bei allen Staͤnden die Gleichheit der Erbitterung; darum ein und der⸗ ſelbe Entſchluß des Widerſtandes, und die große Eintracht bei der Vollfuͤhrung.

Die Witwe des Herzoges Francesco von Man⸗ tua, Margaretha von Savoyen, mit Koͤnig Philipp IV. nahe verwandt, fuͤhrte, in den Ta⸗ gen der Wirkſamkeit des Grafen von Olivarez zu Madrid, das Steuer der Regierung in Portugal; doch war ſie in allem durch das Anſehen des Mar⸗