Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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fel uͤber dieſe merkwuͤrdige Erſcheinung; aber die Mehrzahl der Gruͤnde ſpricht fuͤr die Einheit der Perſon mit Koͤnig Sebaſtian ſich aus, und es war gewiß die in ſo mancher Beziehung ruchloſe Politik des Hofes von Escurial, welche auch hier wiederum einen Staatsſtreich erſter Groͤße vollführte.

Einige Jahre ſchon vor dem Auftreten des vier⸗ ten Sebaſtians unternahmen die Hollaͤnder, wel⸗ chen auf einmal der Verkehr mit ſpaniſchen Haͤfen wieder gewehrt worden, den erſten Zug nach Oſt⸗ indien, und fingen an, ſich in den dortigen Handel zu theilen. Damit eroͤffnete ſich die lange Reihe der Nationalkalamitaͤten von Außen. Eben ſo ver⸗ ſchenkte Spanien Arzilla in Afrika auf Koſten Por⸗ tugals an den Sultan von Marokko, in der Ab⸗ ſicht, denſelben zum Freunde zu gewinnen.

Noch mehr ſchwaͤchte ſich die Macht der unter⸗ druͤckten Nation nach dem Tode D. Felipe's II. als deſſen Sohn, D. Felipe II.,(in Spanien der II.) den Thron beſtiegen. Der Beſitz der Mo⸗ lukken ward durch die hollaͤndiſch-oſtindiſche Kompagnie, unter Anfuͤhrung des Admirals von Reck, entriſſen, und dadurch dem Handel der Por⸗ tugieſen ein toͤdtlicher Schlag verſetzt. Die Verluſte nahmen zu unter der folgenden Regierung, von D. Felipe IV.(II.) Das bluterworbene Ormus fiel in die Gewalt des Schah's von Perſien, Ab⸗ bas, eines Fuͤrſten von ſehr unternehmendem Cha⸗ rakter. Eben ſo bemaͤchtigte ſich die hollaͤndiſche Kompagnie der Haͤlfte von Braſilien, mittelſt der von Jacques lHermite und Jacob Ville⸗ kens ausgeſendeten Flotten. Die vier Provinzen

1622