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tige tiefes Staunen beſiel. Der Senat von Vene⸗ dig wurde von ihm nunmehr aufgefordert, ſein gu⸗ tes Recht zu unterſtuͤtzen, und an fruͤher beſtandene Verhaͤltniſſe zwiſchen der Krone Portugal und dem Freiſtaate mit ſolcher Beſtimmtheit erinnert, daß gar kein Zweifel in der Sache mehr uͤbrig blieb, zumal auch die phyſiſche Beſchaffenheit des Praͤten⸗ denten mit allen Nachrichten von Koͤnig Sebaſtians Geſtalt und Zuͤgen uͤbereinſtimmte. Deſſen unge⸗ achtet hielt man ihn uͤber drei Jahre gefangen, und trotz der Vorſtellungen der Portugieſen und trotz der Verwendungen Heinrichs IV. von Frankreich, ward er erſt nach dieſer langen Friſt auf freien Fuß ge⸗ ſtellt und zwar mit dem Bedeuten, binnen acht Ta⸗ gen das Gebiet der Republik zu verlaſſen, bei ewi⸗ ger Galeerenſtrafe. Die Patrioten Portugaſs harr⸗ ten frohlockend ſeiner nahen Ankunft. Allein ſein boͤſer Stern fuͤhrte den muthmaßlichen Koͤnig durch das Florentiniſche, und er wurde hier auf Befeht des mit Spanien befreundeten Großherzoges daher aufgegriffen und nach Neapel, an die Behoͤrden K. Philipps, ausgeliefert. Nachdem er auch hier viele Leute in Staunen und Zweifel geſetzt, welche D. Sebaſtian fruͤher gekannt, ſchleppte man ihn den⸗ noch als Betruͤger auf einem Eſel in den Straßen jener Hauptſtadt herum, und fuͤhrte ihn zuletzt nach Spanien ab. Bei ſeiner Annaͤherung zeigte ſich in 3 Portugal beinahe allgemeine Gaͤhrung, und die Spanier beeilten ſich daher, groͤßerer Sicherheit willen, nach St. Lucar ihn zu bringen, wo er bald 6oo darauf eines unbekannten Todes ſtarb. Die Nach⸗ welt blieb, wie die Zeitgenoſſen, in einigem Zwei⸗
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