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dronen Reiter wurden gegen den Koͤnig ausgeſchickt, und kamen ungehindert, da ſelbſt Coimbra die Thore geoͤffnet, bis ans diesſeitige Ufer des Duero, jen⸗ ſeits welchem Antonio ſich gelagert hatte. Trotz der natuͤrlichen Hinderniſſe, welche den Uebergang wehrten und trotz der Gegenanſtrengungen Anto⸗ nio's, erwirkten die Spanier dennoch durch verſtellte „Bewegungen zwei Meilen oberhalb Oporto denſel⸗ ben. Die Truppen des Koͤniges befiel nun ungemei⸗ nes Zagen und ſie riſſen aus in wilder Flucht. An⸗ tonio kehrte nach der Stadt, und hierſelbſt ſeine Ehre als Feldherr oͤffentlich verwahrend, nahm er von den getreuen Buͤrgern ruͤhrenden Abſchied, und troſtete ſie mit der Hoffnung beſſerer Zeiten. Mit Muͤhe nur entkam der Koͤnig, da er alle Wege ihm verſchloſſen oder durch ſpaniſche Anhaͤnger gehuͤtet fand, ſeinen Verfolgern, und ſegelte auf einem enk⸗ häuſiſchen Schiffe nach Calais. D. Felipe II., nach ſo kurzem Widerſtande im Beſitze des Erſehnten, wiewohl eine ſchwere Krankheit mittlerweile ſeinem Leben und ſeiner Herr⸗ lichkeit zugleich ein Ende zu machen gedroht hatte, kam nun, wiedergeneſen, ſelbſt nach Portugal und ſchrieb auf den 15ten April eine Verſammlung der Kortes nach Tomar aus. Er erſchien auf dieſem Reichstage in eigener Perſon und empfing fuͤr ſich und ſeine rechtmaͤßigen Thronfolger den Eid der Treue. Dieſem feierlichen Akte folgte eine allge⸗ meine Amneſtie, mit Ausnahme von zwei und funf⸗ zig der vornehmſten Anhaͤnger K. Antonio's. Die Kortes ſetzten ihn von ihren Beſchwerden und Wuͤn⸗ ſchen in Kenntniß, erhielten aber, wie bei einem


