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in einer an Philipp uͤbermachten Urkunde auf ſeine Anſpruͤche.
Volkesbewegungen in verſchiedenen Städten unterſtuͤtzten die Ausrufung Antonio's zum Koͤnige von Portugal, und ſelbſt aus dem Adel huldigten Viele nun dem eingeborenen Herrſcher, waͤhrend Spanien bereits nach Kraͤften zugriff und zu bewaff⸗ neter Durchfuͤhrung ſeiner Rechte ſich anſchickte. Die fuͤnf Vertheidiger des Reiches, der Erzbiſchof von Liſſabon, Georgio Almeida, D. Joào Maſca⸗ renhas, Diego Lopez de Souſa, Francisco de Saa und Joüo Tellez de Meneſes, welche ſaͤmmtlich die von Koͤnig Heinrich eingeſetzte einſtweilige Regent⸗ ſchaft bildeten, erklaͤrten ebenfalls den katholiſchen Koͤnig fur den rechtmaͤßigen Beherrſcher der Luſita⸗ nen, D. Antonio aber fuͤr einen Sttorer der oͤffent⸗ lichen Ruhe und Rebellen. So feig und ehrlos benahmen ſich die naturlichen Vertreter der Natio⸗ nalintereſſen in dem entſcheidenden Augenblicke, und ſo ſeltſam war das Geluͤſten nach dem ſpani⸗ ſchen Deſpotismus, von welchem ſich zu befreien, den Portugieſen nachmals ſo ſchwer geworden iſt.
Alsbald nach dem Hinſcheiden D. Heinrichs ſchickte Philipp ſeinen furchterlichen Kriegsmeiſter und Henker der Niederländer, den Herzog von Alba, mit einem Heere von 22,000 Mann Kern⸗ truppen zu Fuße und 2000 zu Pferde uͤber die Grän⸗ zen von Portugal. Setubal, Veſte und Hafen er⸗ gab ſich; Cascaes wurde gepluͤndert und ſein Be⸗ fehlshaber gehenkt. Nach dieſem fiel St. Julian verraͤtheriſcher Weiſe in Alba's Haͤnde; eben ſo der Thurm Belem, mit der Gruft der alten Könige.
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