Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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richs; der von Parma als Sohn der aͤltern Toch⸗ ter des ſo eben erwaͤhnten Herzogs Luiz de Guima⸗ ranes; und endlich der Prior, als Sohn Herzogs Luiz von Beja, Sohn des aͤltern Bruders von dem verſtorbenen Monarchen.

Es kann nicht der Zweck dieſer hiſtoriſchen Dar⸗

ſtellung ſeyn, eine vollſtaͤndige Entwickelung aller

der Rechtsgruͤnde, welche die aufgezaͤhlten Kandi⸗ daten wider einander geltend gemacht, hier zu lie⸗ fern, noch in das widerliche und ermuͤdende Detail der verſchiedenen, angewandten Raͤnke einzugehen; wir beſchraͤnken uns demnach auf die Hauptuͤberſicht der Verhandlungen und auf die wichtigſten Reſul⸗ tate des Streites.

Der dritte Stand ſchien entſchloſſen, das freie

Wahlrecht der Nation bei dieſem Anlaſſe zu behaup⸗ ten. Es geſchah demnach der nicht unzweckmaͤßige Vorſchlag, den Prior D. Antonio zum Koͤnige auszurufen, und durch eine Heirath mit Donna Katharina jene zwei Bewerber, welche die meiſte Ruͤckſicht zu verdienen ſchienen, auf ſolche Weiſe, zu verſoͤhnen. Allein die Abgeordneten der Staͤdte wurden durch die der beiden andern Staͤnde uͤber⸗ ſtimmt, und, da unter ihnen ſelbſt nicht genug Ein⸗ tracht und Energie zu treffen war, durch die maͤch⸗ tigere Beredtſamkeit der Anwälte Philipps II. und die Drohungen dieſes Monarchen ſo ziemlich einge⸗ ſchͤchtert. Der Herzog von Braganza ſelbſt, dem es mehr um ſeines Hauſes Glanz, als um Erhal⸗ tung der Nation zu thun war, verzichtete, voll Ver⸗

druß uͤber die Vorliebe des Volkes zu D. Antonio,