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auf der Ebene von Alcaſſarquivir, beim Fluͤßchen Elmahaſſem, kam es zur entſcheidenden Schlacht. Beide Theile, wiewohl die Marokkaner den Vortheil der Ueberzahl fuͤr ſich hatten, ſtritten mit gleicher Tapferkeit und der ganzen Bitterkeit des alten National⸗ und Glaubenshaſſes. Der Aus⸗ gang war tragiſch. Nachdem ein großer Theil der Krieger beiderſeits getoͤdtet worden, fielen die drei Fuͤrſten ebenfalls, beinahe hintereinander. Mulei
Molukko ſtarb an erhaltenen Wunden; Mulei Mo⸗
hamed ertrank im Fluſſe; D. Sebaſtian aber ver⸗ ſchwand im Getuͤmmel und wurde nicht wieder ge⸗ ſehen. Alle Berichte uber ſeinen Tod ſind ſchwan⸗ kend, verworren und zweifelhaft, und die aͤngſt⸗ liche Sorgfalt, mit welcher die ſpaniſche Regierung in der Folge den dritten der vier Maͤnner, welche die Identität mit dem verlornen Koͤnige behaupte⸗ ten, verfolgt, und die geheimnißvolle Art, mit der ſie ihn beſtraft hat, ferner der Perſonalbeſchrieb, die Zeugniſſe der glaubwuͤrdigſten Portugieſen und alle Umſtaͤnde im Zuſammenhange laſſen glauben, daß der wahre Koͤnig ſchwer verwundet geflohen oder gefangen worden ſey und erſt ſpaͤt ſeine unver⸗ jaͤhrbaren Rechte auf den portugieſiſchen Thron wie⸗ der zuruͤckzufordern in den Stand geſetzt wurde. Der Kardinal uͤbernahm, auf die Nachricht von der Schlacht bei Elmahaſſem, einſtweilen als Re⸗ gent, und da der Tod D. Sebaſtians außer allem Zweifel ſchien, als Koͤnig, die Zuͤgel der Regierung, in einem Alter von bereits 67 Jahren. Er ſah ſein nahes Ende voraus und ahnete die Folgen einer un⸗ beſtimmten Erbfolge fuͤr Portugal. Allein ſo ſehr


