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irgend eine glorreiche Kunde von ſeinen heldenkraͤf⸗ tigen Streitern in Oſtindien vernommen, ſtarb er, kaum 55 Jahre alt, ein Fuͤrſt nicht ohne Talente und Vorzuge; als Krieger bei keinem Anlaſſe beſon⸗ ders ausgezeichnet; als Regent gerecht, wo ſein Verſtand hinreichte, und fremdes Urtheil das ſeinige nicht verwirrte. Mit ihm ging die Groͤße Portu⸗ gals zu Grabe, und nun brachen an die Tage der Zwietracht, des Ungluͤckes, der Schmach und der Erniedrigung.
Eine vormundſchaftliche Regierung, zuerſt der verwitweten Königin Donna Katharina, ſo⸗ dann des Kardinals Dom Henriquez, waͤhrend
des Prinzen Sebaſtians Minderjaͤhrigkeit, war die erſte Wunde, welche dem Lande geſchlagen wurde. Die Prieſter Alexio Meneſes, Hofmeiſter, und Luiz de Camara, Jeſuit und Beichtvater des Koͤnigs, ſpielten vollig den Meiſter, und der Loyo⸗ liten⸗Orden fing bereits an, ſich in die Regierungs⸗
geſchaͤfte zu mengen. Ihre argliſtige Unvorſicht
ließ es zu, daß der junge Koͤnig, als er, dem Na⸗ men nach, den Scepter ſelbſt zur Hand genommen, eine nicht genugſam vorbereitete Heerfahrt nach Afrika, trotz der Vorſtellungen ſeines Oheims D. Felippe II. von Spanien und des Herzogs von Alba, gegen den Sultan von Marokko Mulei Moha⸗ emed, unternahm, in der Abſicht, den vertriebenen Mulei Molukko wieder auf den Thron zu ſez⸗ zen. Am 24. Brachmond 1578 lichtete die Fiotte die Anker in dem Tajo und landete bei Tanger. Der Sultan harrete geruſtet ſeines Gegners, und


