„)
57
ſamkeit und Habſucht ſeiner Nachſolger im Regi⸗ mente den Tod des gleich Geliebten als Gefuͤrchte⸗ ten erſt recht fuͤhlbar machten.
Das gleiche Gluͤck, welches in Oſtindien und Suͤdamerika die Waffen und Wimpeln des Koͤnigs D. Manvel verherrlichte, folgte ihm auch in Afrika, wo die Kaͤmpfe gegen die Mauren mit erneuerter Anſtrengung fortgeſetzt wurden, und der portugieſi⸗ ſche Adel bewaͤhrte ſich auch hier im ganzen alten Glanze des Ritterthums. Nicht nur allein in zahl⸗ reichen Siegen jedoch, ſondern auch in den Armen der Liebe ſchwelgte der von der Vorſicht uͤber und uͤber beguͤnſtigte Monarch, nach des Herzens Ge⸗ luͤſten. Nach dem Tode ſeiner zweiten Gemahlin,
die eine Schweſter der erſten geweſen, legte er ſich
eine dritte, in der Perſon ihrer reizenden Nichte, der Donna Eleonora, Tochter D. Felive's I. und der Joanna, und Schweſter D. Karlos I.(Karls V.), bei, mit Einwilligung des Papſtes, der die begehrten Dispenſen ohne Weigerung verlieh. Aber nach we⸗
nigen Jahren ſtarb D. Manvel I., durch die Unmaͤ⸗
ßigkeit des Genuſſes dahingerafft.
Spe h e
Die Schickſale des Landes unter Dom Joao II. Sebaſtian und dem Kardinal Henrique. Fernere Entdeckungen und Eroberungen in Oſtindien. Portugal
wird mit Spanien vereinigt. Dom Joao II. ſuchte, ſo viel moͤglich, in dem Syſteme ſeines Vorgaͤngers, hinſichtlich der Oſtin⸗
1517
1521 13. Deebr.


