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Der Sultan dieſer Stadt hatte durch allerlei Verfolgungen und Raͤnke den vollgültigſten Grund zum Kriege gegeben. Albuquerque vergalt ihm zu⸗ erſt mit gleicher Liſt; ſodann aber ruckte er mit al⸗ ler Macht vor Malakka und nahm nach hart⸗ naͤckigem Widerſtande der Belagerten und vielen blutigen Gefechten daſſelbe. Drei Tage lang wurde gepluͤndert und ungehenre Beute gewonnen. Die Koͤnige von Siam, Pegu, Java und Sumatra zitterten und ſuchten des Siegers Buͤndniß. Eben⸗ ſo ſchickten der Schah von Perſien, der Kaiſer von Abyſſinien und die Könige von Cambaya und Or⸗ mus Geſandte, welche Albuquerque ihre Hochach⸗ tung bezeigen ſollten, und der Kazike der Maldiren huldigte freiwillig D. Manoel I. als ſeinem Ober⸗
herrn.
Nach dieſem wagte der Vicekonig, unter allen chriſtlichen Europäern der erſte, einen Zug gegen das rothe Meer und ſetzte den Sultan von Aegyp⸗ ten dadurch in nicht geringen Schrecken. Mit dem Nachfolger des Zamorins, Naubeadarim, kam ein gutlicher Austrag der Dinge zu Stande. Er er⸗ klaͤrte ſich zu jährlichem Tribut, zur Uebergabe der Hälfte der Zoͤlle und zu Erbauung einer Veſte be⸗ reitwillig, und Geſandte reiſten unmittelbar an D. Manvel ab, um mit dieſem ſelbſt einen Friedens⸗
vertrag abzuſchließen. Ein Jahr darauf ging auch:
der Lieblingswunſch D. Alfonſo's in Erfuͤllung; es ergab ſich die herrliche Ormus; jetzt ſchor er den bis an die Knoͤchel ihm herabhaͤngenden Bart, und nun war er eben entſchloſſen, die Angelegenheiten Oſtindiens auf das Beſte zu ordnen, im gemein⸗
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