Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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wenige aufzuweiſen haben. Die Gedanken des Al⸗ terthums, die ganze Schwärmerei des Chriſtianis⸗ mus und die Entwuͤrfe und Grundſaͤtze der neuen Staatskunſt verſchmolzen ſich in ihm auf wunder⸗ bare Weiſe. Er dachte, ſtritt und lebte einzig fur den Ruhm ſeiner Nation; wo er minder rechtlich und ſittlich handelte, war es bloß dieſe Ruͤckſicht, die ihn verlockte. Sonſt zierte ſeinen thatenreichen Lebenslauf ein unerſchuͤtterlicher Tugendernſt, und ſein Herz war der Sitz des Rechtes und der Groß⸗ muth. Ganze Bucher erſchoͤpfen ſeine Thaten nicht, die oft an Wunder graͤnzen, und billig haben einheimiſche und fremde Geſchichtſchreiber und Dichter zu ihrer Verherrlichung in die Wette geſtrit⸗ ten. Hier moͤge, des engen Raumes willen, bloß ein kurzer Ueberblick der hiſtoriſch und politiſch wich⸗ tigſten Ereigniſſe folgen.

Fernando Coutinho mit der friſch angekomme⸗ nen Flotte war vom Koͤnige zur Zuͤchtigung des Zamorins eigens abgeſchickt worden. So ungern Albuquerque dieſe Theilung der Streitmacht und ſomit des Oberbefehles ſah, und ſo wenig er auf Coutinho's Tuchtigkeit vertraute; ſo uberließ er den⸗ noch demſelben die Ehre des Zuges, und begnuͤgte ſich, ihn vor Calecut zu begleiten. Man hatte be⸗ ſchloſſen, von zwei verſchiedenen Seiten, und zwar zu einer und derſelben Zeit, die Stadt anzugreifen, damit das Verdienſt der Einzelnen deſto mehr hervorgehoben wuͤrde; allein weil Alfonſo fruͤher vor Calecut angelangt war, ſo ſtuͤrmte er ohne Ver⸗ zug einen der befeſtigten Palaͤſte. Coutinho, hier⸗ uͤber gewaltig aufgebracht, draͤngte ſich, allzu vor⸗