Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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Mißverſtaͤndniſſe unter ſich ſelbſt entzweit, verlie⸗ ßen dieſe Kuͤſte bald wieder. Alfonſo kehrte nach 1504 Lisbva; Franzisco blieb einſtweilen noch auf der hohen See.

Kaum hatten ſie den Ruͤcken gewendet, als der Zamorin wider Cochim und Pacheco zur Rache auszog. Allein Pacheco ſetzte mit ſeiner Handvoll Menſchen allen Anſtrengungen deſſelben zu Waſſer und zu Lande ſolch heldenmuͤthigen Widerſtand, ja die erſtaunenswertheſten Wunder von Tapferkeit entgegen, daß er aus den rings ihn umdrohenden Gefahren glorreich hervorging, und der Zamorin, ſchaamerfuͤllt uͤber den ungeheuern Verluſt an Men⸗ ſchen, die Reglerung ſeinem Sohne abtrat. Ganz Portugal feierte den preiswerthen Helden, als er in der Folge nach der Heimath kehrte; und dennoch verſtrichen nur wenige Jahre, und derſelbe Mann ſchmachtete, durch den himmelſchreiendſten Undank, ein Opfer hoͤfiſcher Raͤnke, die er in ſeinem Leben ſtets nur allzuſehr verachtet hatte,— im Kerker. Dort mochte er mit Kolumbo's Beiſpiele ſich troͤſten, dem aͤchteuropaͤiſche Staatsliſt ebenfalls, nach vie⸗ len Jahren der groͤßten Aufopferungen und Ver⸗ dienſte, Feſſeln angelegt. Vier Wochen vor Pacheco's Ruͤckkunft war

D. Francisco d'Almeida, Graf von Ab⸗ rantes, als erſter Vicekoͤnig, an der Spitze einer Flotte von dreißig Schiffen und ſechs Caravelen, nach Oſtindien abgegangen, mit dem beſondern Auftrage, durch Anlegung von Forten und Feſtungs⸗ werken die neuen Handelsniederlaſſungen zu ſchuz⸗ zen. Dies geſchah, noch waͤhrend der Fahrt, zu

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